Referenzen / Kirche in Lichtenberg

  • Land: Österreich
  • Architekt: Dipl-Ing. Alfred STURM
  • Firma: Graf-Holztechnik GmbH
  • Bauherr: Katholische Kirche in Oberösterreich
  • Jahr: 2010

Kirche in Lichtenberg


Im Dezember 1967 wurde in Lichtenberg ein erstes einfaches Pfarrheimgebäude eröffnet. Eine eigene Kirche, für die es schon Pläne gab, sollte später folgen. So wurde der Pfarrsaal provisorisch als Sakralraum gestaltet. Der damals geplante Kirchenbau wurde nie realisiert. Der als Pfarrsaal konzipierte Raum diente 42 Jahre als Gottesdienstraum. Dieses Gebäude wurde im Laufe der Jahre sanierungsbedürftig und entsprach auch nicht mehr den Anforderungen und Bedürfnissen einer stetig wachsenden Gemeinde. 2006 wurde ein Konzept für ein neues Seelsorgezentrum erarbeitet.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsausschuss der Pfarre übernahm Dombaumeister Architekt Wolfgang Schaffer die Planungen für eine umfassende Sanierung und eine Erweiterung des Bestandes. Bald ergaben erste Berechnungen, dass ein Neubau der Sanierung und Erweiterung vorzuziehen sei. So wurde im August 2009 das alte Pfarrheim abgerissen und mit dem Neubau begonnen. Das Architekturbüro Sturm übernahm dabei die Ausführungsplanung.

Das architektonische Konzept
Das zweigeschossige Bauwerk in Hanglage umfasst im Obergeschoss einen kreisrunden Kirchenraum mit angeschlossenem Pfarrsaal, durch eine mobile Trennwand variabel nutzbar für große und kleinere liturgische Feste und andere Veranstaltungen. Saal und Kirche öffnen sich zu einem großen hellen nordseitig gelegenen Foyer. Nordöstlich befinden sich Sakristei, Aussprachezimmer und Andachtsraum. Im Untergeschoss befinden sich zwei Heimräume, ein Meditationsraum, Kanzleiräume, ein Aufbahrungsraum, eine Teeküche und Lagerräume.

Photos: Christian Schellander


Ausgehend vom Pastoralkonzept wurde auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit große Beachtung geschenkt. So wurde das Gebäude in Holzriegel-Konstruktion und als Niedrigstenergie-Gebäude errichtet. Die 1.400 m² Fassade wurden mit StoVentec R mit StoSilco K2 in Weiß ausgeführt. Das vorgehängte hinterlüftete System kommt ohne sichtbare Befestigungen aus. Als Bekleidungselemente kommen werkseitig mit dem Putz beschichtete Trägerplatten zum Einsatz. Die Montage erfolgt durch Einhängen in Aluminium-Unterkonstruktionen. Durch die flexible Unterkonstruktion lassen sich Dämmschichten in fast beliebiger Dicke aufbringen. Das System eignet sich besonders gut für Sanierungen und Neubauten.